42,195 km voller Emotionen – unsere Athletinnen und Athleten beim Berlin Marathon






Normalerweise fühlen wir uns im Wasser, auf dem Rad und beim Laufen zuhause – aber beim BMW Berlin Marathon hieß es: Schwimmbrille ab, Radschuhe weg und einfach nur laufen! Klingt erstmal entspannter als ein Triathlon… doch die 42,195 Kilometer haben es bekanntlich in sich.

Mehrere unserer Vereinsmitglieder haben sich der Herausforderung gestellt und die Straßen Berlins unsicher gemacht – angefeuert von Hunderttausenden Zuschauerinnen und Zuschauern und begleitet vom unverwechselbaren Sound der Sambabands an der Strecke. Jede und jeder hat das Rennen auf seine ganz eigene Weise erlebt: vom lockeren Sightseeing-Tempo bis hin zum erbitterten Kampf um persönliche Bestzeiten.

In den folgenden Berichten nehmen euch unsere Athletinnen und Athleten mit auf ihre ganz persönlichen 42 Kilometer – voller Höhen, Tiefen, Gels, Blasenpflaster und natürlich jeder Menge Triathlon-Humor.


Berichte unserer Starter


Berlin Marathon 2025 – Ein Tag in der römischen Sauna

Das war er also – der Tag, auf den man sich das ganze Jahr vorbereitet hat … und am Ende feststellen musste, dass es heute einfach nicht sein sollte. Aber der Reihe nach:

Für mich begann der Berlin Marathon 2025 bereits am Donnerstag mit der Abholung der Startunterlagen. Beim Schlendern über die Messe kam langsam Wettkampffeeling auf. Einziger Stimmungskiller: die Wetterberichte für den Renntag. Sogar der Veranstalter warnte noch einmal ausdrücklich davor, das Rennen zu ambitioniert anzugehen. „Locker laufen“ – das Wort kommt in meinem Wettkampfwörterbuch eigentlich nicht vor. Aber ändern konnte man eh nichts. Also konzentrierte ich mich lieber darauf, ruhig zu bleiben und die letzten Tage entspannt, aber fokussiert anzugehen.

Und schwupps – war auch schon Sonntag. Mit einem guten Start in den Tag ging es los: Sachen packen und ab in die Bahn Richtung Start. Je näher man dem Startbereich kam, desto mehr Läufer füllten die Waggons. Man fühlte sich direkt zugehörig. Die Temperaturen waren anfangs noch angenehm – nur irgendwie war die Luft schon schwer. Egal, weiter geht’s: Sachen abgeben, kurz einlaufen, ein paar motivierende Klatscher zum Takt des Moderators – und dann peng, der Startschuss!

Leider war die Lockerheit der Vortage schnell dahin. Das Tempo fühlte sich nicht so an, wie es laut Plan sollte, und trotzdem war ich viel zu nah am Limit. Es war einfach zu schwül. Die Wärme bekam ich nicht aus dem Körper, also blieb nur: auf Ankommen laufen. Zum Glück trugen die unglaublichen Fans entlang der Strecke ihren Teil dazu bei. Für die Zuschauer war das Wetter nämlich perfekt, um zehntausende Läuferinnen und Läufer lautstark durch Berlin zu peitschen. So hatte das Leiden wenigstens noch eine positive Seite – und man freute sich, dass Berlin wieder mal gezeigt hat, wie sportbegeistert diese Stadt ist.

Nach 4:05 Stunden war es dann endlich vorbei. Irgendwie froh, es geschafft zu haben – aber auch nachdenklich, wie man unter solchen Bedingungen näher an die eigene Leistung herankommen könnte – nahm ich stolz meine Medaille entgegen. Im Ziel war schnell klar: Ich war nicht der Einzige, der mit der Hitze zu kämpfen hatte. Das machte das Ergebnis wenigstens ein bisschen versöhnlicher.

Das Kapitel Marathon ist damit für mich aber noch nicht abgeschlossen – oder wie ein Österreicher sagen würde: „I’ll be back!“ 😄

Ob es wieder der Berlin Marathon wird oder vielleicht doch ein Lauf später im Herbst mit angenehmeren Temperaturen, wird sich zeigen. Nächstes Jahr liegt der Fokus aber erstmal wieder auf dem Triathlon – und beim Ironman Erkner soll endlich mal eine richtig gute Zeit her! 💪


Mein Berlin Marathon 2025

Eine gute Woche ist der Marathon jetzt schon wieder her. Im Nachhinein kann ich sagen, dass es wieder richtig Spaß gemacht hat. Mein Ziel war es, unter 4 Stunden zu laufen – die erste Hälfte hat das trotz des doch sehr warmen Wetters auch ganz gut geklappt (HM: 1:57:24).

Nach ungefähr 24 km ging es mir dann plötzlich nicht mehr ganz so gut. Auf einmal war die Luft komplett raus, und ich dachte eher an die nächste U- oder S-Bahn-Station als ans Ziel 😅. So früh beim Marathon hatte ich das noch nie erlebt.

Ca. 5 km später musste ich mich endgültig von meiner Zielzeit verabschieden, fand aber eine Pace, die ich durchhalten konnte. „Nächstes Jahr auf keinen Fall wieder!“, dachte ich mir. Aber Freunde, Familie und die vielen Zuschauer an der Strecke machen es einem dann wieder leicht, am Ende durchzuziehen.

Im Ziel angekommen war ich trotz verpasster Zielzeit ziemlich happy, es geschafft zu haben. Und was soll ich sagen: Vorgestern kam schon wieder die Möglichkeit, sich für 2026 zu registrieren, und ich habe nicht lange gezögert 😂. Mal schauen, ob es klappt.


Berlin Marathon 2025

Wenn der Lauf einen Namen bekommen sollte, dann definitiv: „Der Lauf aus der Hölle“. Alle reden vom Berlin Marathon als magischem Erlebnis, getragen von Stimmung und Zuschauern. Pustekuchen. Nicht für mich.

0–3 km: Ich fand gut ins geplante Tempo, aber die Strecke war so voll, dass ich nur Slalom lief – statt Fokus hatte ich die Augen nur auf fremden Füßen. Schon da dachte ich: „Ich hab keine Lust mehr.“

3–11 km: Meine Vorahnung bestätigte sich – die Stimmung an der Strecke war nichts für mich. Wo andere Auftrieb spüren, war ich nur genervt. Zu laut, zu voll. Gleichzeitig knallte die Sonne und alles in meinem Kopf schrie: „Runterkühlen!“ Am ersten VP bei km 5 wurde ich von allen Seiten überrannt und kam kaum ans Wasser. Meine Laune? Absoluter Tiefpunkt.

11–20 km: Kurz hat die Stimmung mich doch getragen. Die Laune besserte sich, die VPs wurden entspannter, und Wasserschläuche und Duschen halfen beim Kühlen.

Ab km 17: Leistenschmerzen starteten. Zuerst auszuhalten und gut zu ignorieren, dann immer präsenter. Zusammen mit Fußschmerzen – wegen etwas zu kleiner Schuhe 🥲 – kippte die Stimmung erneut, diesmal endgültig.

24 km: Erster richtiger Einbruch. Um mich herum gingen viele, und auch mein Körper wollte stehenbleiben. Ich diskutierte mit mir selbst in enormem Ausmaß und hielt mich am Gedanken an Hamburg fest.

27–35 km: Gehen wurde unausweichlich – immer öfter, immer länger. Wenn ich wieder ins Laufen kam, folgte ein VP und brach meinen erkämpften Rhythmus.

35–40 km: Absolute Hölle. Zuschauer, die sonst gefeiert werden, waren für mich wortwörtlich Folter. Ich konnte sie nicht mehr hören und nicht mehr sehen. Zwischendurch gesellten sich zu meinem immer größer werdenden Frust auch noch Kopfschmerzen.

40–42 km: Irgendwie kam nochmal ein Rest. Die letzten 2,2 km habe ich mich zusammengerissen und sie gelaufen mit dem Ziel: endlich ankommen.

Nach 5:09:08 h ging es durchs Ziel. Ohne meine vier Pipipausen wären es sogar 4:58 h gewesen.

Es war mental der härteste Kampf gegen meinen Kopf, aber Aufgeben war nie ein Gedanke.

Verpflegung: Der Plan stand – alle 30 Minuten ein Gel. Im Rennen dachte ich noch: „Läuft perfekt.“ Im Ziel war ich stolz, weil ich nicht einmal nennenswerte Magenprobleme hatte. Erst zuhause fiel mir auf, dass noch zwei Gele in meiner Tasche waren. Heißt: Irgendwas hat nicht so funktioniert, wie ich es im Kopf hatte 🤣


Berlin Marathon 2025

Den Traum eines jeden Läufers – mindestens einmal im Leben den Hauptstadt-Marathon zu laufen – durfte ich dieses Jahr zum zweiten Mal erleben. Natürlich ist die Anspannung vor so einem langen Lauf immer riesig: Es können viele ungeplante Dinge passieren, die einem einen Strich durch die Rechnung machen und die Ziellinie unerreichbar erscheinen lassen. Umso schöner war es, dass mir ein zufälliges kurzes Hallo und positiver Zuspruch von Vereinsmitgliedern vor dem Start etwas Lockerheit gegeben haben.

Der Berlin Marathon hat etwas Besonderes. Er erinnert mich ein wenig an die Loveparade von früher: Tausende Menschen aus verschiedenen Ländern und Nationen kommen zusammen, um gemeinsam Sport zu machen und sich im Ziel zu freuen und feiern zu lassen. Schon am Start, zwischen den vielen Läuferinnen und Läufern, bekommt man beim Einläuten durch die Musik ein wenig Gänsehaut. Faszinierend ist auch, wie einige Läufer sich verkleiden und damit die 42 Kilometer laufen – dieses Mal war einer als Banane verkleidet, ein anderer als Ananas – und er hatte sogar eine auf dem Kopf!

Die Stimmung unterwegs ist der Wahnsinn. Nicht nur, dass Zuschauer durchweg am Streckenrand stehen und anfeuern, es gibt auch Live-Musik. Ein besonderer Moment ist das Durchlaufen einer Brücke, während ein Trommelwirbel von einer Musikgruppe einen begleitet – Gänsehaut pur!

Dieses Mal war zusätzlich zur Distanz ein kurzfristiger Temperaturanstieg eine starke Herausforderung, die einigen Läufern leider zu schaffen machte. Auch ich hatte damit zu kämpfen und musste ab Kilometer 31 zwangsläufig langsamer werden. Viele Läufer motivierten und feuerten sich gegenseitig an, und an den Verpflegungsstationen wurde nicht nur getrunken, sondern auch Wasser über Kopf und Rücken gekippt, um sich ein wenig abzukühlen. Trotz allem ließ sich die Sonne nicht beirren und zeigte sich an diesem Tag von ihrer wärmsten Seite.

Am Ende war ich froh, noch ein paar Körner übrig zu haben, um auf den letzten Kilometern eine kleine Tempoerhöhung hinzulegen. So konnte ich mein selbst gestecktes Ziel erreichen: den Berlin Marathon wieder unter vier Stunden zu laufen und die Medaille zu holen.

Es war ein tolles Erlebnis und eine große Motivation, mit so vielen sportlichen Menschen zu laufen und unterwegs an einigen Sehenswürdigkeiten vorbeizukommen. Besonders der Endspurt durch das Brandenburger Tor ist unvergesslich.

Mit sportlichen Grüßen
André


Berlin Marathon 2025

Der 51. Berlin-Marathon ist schon wieder Geschichte. Mit Sub-4 habe ich auch das zweite Ziel für dieses Jahr erreicht – das erste war die erste Langdistanz bei der Challenge Roth.

Die äußeren Bedingungen mit 27 °C und 61 % Luftfeuchtigkeit waren für manche Sportler sicherlich grenzwertig. Es ist absolut keine Schande, ein „did not finish“ in der Ergebnisliste zu haben – die Gesundheit hat Vorrang. Viele Läufer haben unterwegs auf andere geachtet, die schon nach 10 km Probleme hatten. Da war nichts von Egoismus zu spüren, wie leider sonst oft in unserer Gesellschaft.

Ich hatte mir das Rennen in vier Abschnitte eingeteilt. Eigentlich wollte ich wie 1999 eine Zeit unter 3:55 h laufen, aber dafür war es dann doch zu warm. Auf den letzten 10 km hatte ich jedoch noch genug Energie im Tank, um die Pace nochmals zu erhöhen. So konnte ich die zweite Hälfte in 1:57:34 h laufen (erste Hälfte in 2:02:19 h). Am Ende stand eine Zeit von 3:59:53 h auf der Urkunde. Mit diesem Ergebnis kann ich für meinen 12. Berlin-Marathon nach einer langen und intensiven Saison gut leben.

Es hat unfassbaren Spaß gemacht – die Stimmung war wieder einmal großartig, gefühlt mit noch nie so vielen Zuschauern an der Strecke. Besonders beeindruckend war die positive Stimmung der Gäste aus Ländern wie Mexiko, Brasilien, Australien, den USA, China und vielen weiteren. Viele internationale Gäste haben ein sehr positives Bild von Deutschland – diesen Blickwinkel könnte unsere Gesellschaft gerne öfter übernehmen.

Vielen Dank an die großartigen Supporter an der Strecke, darunter meine Familie und viele Freunde.

Und nun geht es in die Off-Season, um die Akkus für 2026 wieder aufzuladen. Mal sehen, welche Herausforderungen das nächste Jahr bereithält.


Berlin Marathon 2025 – Ein Kampf ums Überleben

Der Berlin Marathon war mein allererster Marathon überhaupt – und ich habe mir dafür vielleicht nicht gerade die einfachste Ausgangslage ausgesucht: Nur eine Woche zuvor stand ich noch beim Ironman 70.3 in Erkner an der Startlinie. Viel Zeit zur Erholung blieb also nicht, und das sollte sich im Rennen noch bemerkbar machen.

Am Morgen des Marathons war die Aufregung riesig. Schon beim Start war die Stimmung elektrisierend: unzählige Menschen, dicht gedrängt an der Strecke, und eine Atmosphäre, die ihresgleichen sucht. Bands spielten, Zuschauer feuerten an – die ganze Stadt schien auf den Beinen zu sein.

Ich selbst kam gut ins Rennen. Ich fühlte mich stark, konnte meine Pace konstant halten und achtete diszipliniert auf regelmäßiges Essen und Trinken. Bis etwa Kilometer 30 lief alles nach Plan. Doch dann änderten sich die Bedingungen: die Sonne brannte, die Temperatur stieg, und plötzlich fühlte es sich an, als würde ich gegen eine unsichtbare Wand laufen.

Ab Kilometer 32 wurde jeder Schritt ein Kampf. Längere Gehpausen waren unvermeidlich, und auch mental war es ein tiefer Einbruch. Selbst bei Kilometer 41 war ich überzeugt, es nicht mehr bis ins Ziel zu schaffen. Nur der unglaubliche Support der Zuschauer, die mir buchstäblich den Weg ins Ziel getragen haben, hat verhindert, dass ich aufgegeben habe.

Nach 4:42 Stunden überquerte ich schließlich die Ziellinie – weit entfernt von meiner Wunschzeit zwischen 4:00 und 4:15. Kaum angekommen, brauchte ich lange, um überhaupt wieder klarzukommen und mich zu bewegen.

Trotz allem war es eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte: eine echte Grenzerfahrung, hart, aber auch unvergesslich. Nicht jedes Rennen kann ein großer Erfolg sein, aber genau das macht den Reiz aus. Und eins ist sicher: nächstes Jahr komme ich zurück – und dann mit der klaren Mission, es deutlich besser zu machen.


Berlin Marathon 2025

Der Berlin Marathon war für mich nach einer langen Triathlon-Saison das letzte große Wettkampfziel: eine neue persönliche Bestzeit und ein Finish unter 3 Stunden.

Von Beginn an konzentrierte ich mich darauf, meine geplante Pace zu finden, sie zu halten und bei mir zu bleiben – was mir insgesamt sehr gut gelungen ist.

Die Menschen an der Strecke haben eine unglaubliche Energie erzeugt, die ich aufsaugen und für mich nutzen konnte. Trotzdem wurde das letzte Drittel brutal hart: Der Körper wollte, dass ich aufhöre, damit der Schmerz nachlässt, doch im Kopf blieb das Ziel präsent. Der mentale Kampf war groß, aber ich konnte irgendwie standhalten.

Auf den letzten Kilometern merkte ich, dass es knapp werden würde, und zwang mich, noch einmal alles aus mir herauszuholen, was möglich war. Als ich 100 Meter vor dem Ziel sicher war, es zu schaffen, mischte sich ein unbeschreibliches Glücksgefühl in den Schmerz – und trug mich über die Ziellinie.

Im Ziel habe ich sofort gemerkt, was ich alles auf der Strecke gelassen habe, und brauchte einige Minuten, um wieder halbwegs zu Kräften zu kommen. Doch die Freude über das Erreichte überwog irgendwann. Ich bin allen, die mich in der Vorbereitung, beim Training und am Renntag unterstützt haben, unendlich dankbar – und glücklich, dass alles so perfekt aufgegangen ist.


Berlin Marathon 2025 – Mein Erlebnis

Noch vor einer Woche stand ich beim IRONMAN 70.3 in Erkner an der Startlinie – und jetzt schon wieder bei einem der größten Läufe überhaupt: dem Berlin Marathon. Als kleine „Aktivierung“ zwischendurch hatte ich am Mittwoch sogar noch den Bundeswehr-Crosslauf in der Döberitzer Heide im Kalender. Verrückt, wie schnell sich die Events aneinanderreihen.

Am Sonntag ging’s dann mit lieben Menschen aus dem Verein voller Vorfreude zum Start. Nach dem langen Warten endlich der Moment: der Startschuss! Die ersten 10 Kilometer liefen richtig gut, ich fühlte mich stark und kam mit einer 6:20er Pace locker ins Rollen. Doch dann kam die Hitze – gnadenlos. Spätestens bei Kilometer 17 habe ich alles hinterfragt: Warum tue ich mir das an? Dazu meldete sich auch noch mein linkes Knie das erste Mal.

Ab Kilometer 27 war endgültig Schluss mit lockerem Laufen. Das Knie machte komplett dicht, ich musste ins Gehen wechseln. Aber Aufgeben war keine Option. Schritt für Schritt habe ich mich weitergekämpft – und nach 5:13 Stunden tatsächlich das Ziel erreicht.

Trotz der Hitze. Trotz der Schmerzen. Trotz null spezifischer Marathonvorbereitung. Dieser Zieleinlauf hat mir gezeigt, wozu der Körper fähig ist, wenn der Kopf nicht loslässt. Ich bin überglücklich und unendlich dankbar für dieses Erlebnis. 💪✨


Berlin Marathon 2025 – Mein persönlicher Kampf

„Mach deine Übungen, wenn du nicht operiert werden willst…“; „Behalte dir deinen Traum vom Berlin Marathon…“; „Dein Körper braucht mindestens ein Jahr nach dem Bandscheibenvorfall, bis du wieder alles machen kannst…“ – Dies waren alles Sätze, die ich mir zu Beginn dieses Jahres angehört habe.

November 2024: Diagnose Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule. „Endlich“ hatte ich nach Monaten voller Schmerzen, Besuchen in der Notaufnahme, nicht mehr aufrecht sitzen/gehen können usw. die Gewissheit, dass es nicht nur ein Hexenschuss ist, sondern leider was Gravierendes. Zu diesem Zeitpunkt war ich aber schon für den Berlin Marathon 2025 angemeldet (und natürlich diversen andern Wettkämpfen). Mir war klar, dass ich von einigen Wettkämpfen zurücktreten musste. Aber nicht vom Berlin Marathon!!! Dies war ein Traum, den ich mir tatsächlich nicht hab nehmen lassen wollen!

Nach vielen Nächten voller Tränen, Verzweiflung und Schmerzen gab es nur eins: nach vorne blicken und den Fokus auf eine ganzheitliche Gesundheit setzen! Auch wenn ich zu dem Zeitpunkt selbst noch nicht wusste, wie ich in weniger als einem Jahr 42,195 km laufen sollte mit diesem Rücken und den Schmerzen.

Aber ich habe meine Übungen gemacht, habe mich von vielen negativen Dingen befreit, Stress versucht zu vermeiden (auch wenn es mit all den Physio-, Akupunktur-, Arzt- und anderen Behandlungsterminen oft neben der Arbeit sehr stressig war :-D) und den Fokus auf mich und den Marathon gelegt.

An dieser Stelle gilt mein Dank vor allem Nico, der mit mir einen sehr guten Trainingsplan erarbeitet hat. Danke Nico 🙂

Im April habe ich dann nach knapp einem halben Jahr Laufpause meine ersten Laufversuche wieder gestartet. Es ging gut und es hat sich grandios angefühlt. Daraufhin folgten Fortschritte und Rückschritte, aber ich wusste immer mehr, dass ich es schaffe. Im Sommer bin ich noch zwei Trails in Österreich gelaufen, bei der Adidas Runners City Night konnte ich auch eine gute Zeit hinlegen.

Und dann war es so weit: ich stand am 21.09.2025 an der Startlinie des Berlin Marathons. Unglaublich, aber ich hatte es geschafft! Jede Sekunde des Laufs habe ich aufgesaugt und genossen, auch wenn es härter war, als ich dachte. Es war unfassbar warm an dem Tag, teilweise so nervig voll auf der Strecke. Ich wollte unter 4 Stunden finishen, was ich auch geschafft habe. Ich hatte kein Tempotraining oder Intervalle in diesem Jahr trainiert, da ich noch Angst um den Rücken hatte. Daher war knapp unter 4 Stunden realistisch.

Der Zieleinlauf war grandios! Unvergesslich. Emotionen pur! Und Stolz…stolz auf mich selbst, dass ich nicht aufgegeben habe nach diesem schweren Jahr für mich.

Danke an alle, die mich vor allem emotional supportet haben.

„Starte dort, wo du jetzt stehst – nicht da, wo du mal warst.“



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