Manchmal braucht es einfach eine neue, gemeinsame Herausforderung! So dachten es sich auch unsere Athleten Nils B., Rob S., Henry M., Enrico M. (ehemals H.) und Sebastian K.
(genannt Kurti), als sie vergangenes Jahr den Entschluss fassten,
gemeinsam an ihre Grenzen zu gehen. Henry hatte die zündende Idee: den Rennsteiglauf, und das nicht irgendwie, sondern gleich die Ultramarathondistanz über 74 km!
Was
zunächst vielleicht zögerlich begann, entwickelte sich schnell zu einem
ernsthaften Projekt. Angefeuert von den beeindruckenden Laufeinheiten
der anderen, absolvierten unsere Jungs teils über 100 Laufkilometer pro
Woche und bereiteten sich akribisch auf dieses Abenteuer vor.
Taktikbesprechung und kühle Morgenstunden
Die
Nacht vor dem großen Tag verbrachten sie gemeinsam in Eisenach, direkt
am Start. Bei einem deftigen Kloßessen wurde nicht nur geschlemmt,
sondern auch die Taktik detailliert besprochen. Die wichtigsten
Leitsätze: „Was tun, wenn…“ und vor allem „Ja nicht zu schnell
angehen!“.
Am Renntag, dem 17. Mai,
standen sie dann um 6 Uhr morgens an der Startlinie. Sechs Grad
Celsius, aber die Stimmung war bestens! Die erste Hälfte des Rennens
meisterte das Team noch gemeinsam, bevor sich dann kleinere Grüppchen
bildeten. Nils und Kurti setzten sich dabei an die Spitze.
Kampf, Glück und unvergessliche Momente
Unterwegs ist die richtige Verpflegung am Wichtigsten. Regelmäßig Kohlenhydrate und Wasser, dazu ausreichend Salz,
waren entscheidend, um die Kräfte zu erhalten. Doch auch so hatte jeder
von ihnen mit Schmerzen zu kämpfen – das gehört auf dieser Distanz
einfach dazu. Doch der Teamgeist war unschlagbar: „Gemeinsam stehen wir
diese durch“, so die Devise.
Es
gab für alle Höhen und Tiefen, und jeder hatte mal mit Krämpfen oder
einem „matschigen Kopf“ zu kämpfen. Doch Sprüche machen und das
gegenseitige Erzählen halfen ungemein, diese Phasen zu überwinden. Von Vollgas bergab bis Gehen bergauf war jede Geschwindigkeit dabei. Für alle außer Henry, der schon mehrfach auf der Ultradistanz unterwegs war, war die Strecke ab Kilometer 42,195 echtes Neuland.
Vorbei an Orten historischer Trainingslager des TVB09-Ligateams. Zum
Ende hin war selbst das Bergrunterlaufen nicht mehr angenehm, und das
Ziel wurde sehnsüchtig erwartet.
Und tatsächlich: Im Ziel waren alle überglücklich, es geschafft zu haben! Hier sind die beeindruckenden Zeiten unserer Finisher:
- Nils und Kurti: 7:55 Stunden
- Enrico (Rico): 8:10 Stunden
- Rob: 8:29 Stunden
- Henry: 8:40 Stunden
Es
war ein toller Wettkampf mit einer super Atmosphäre. Die obligatorische
Rostbratwurst und ein kühles Bier schmeckten nach der Anstrengung
besonders gut, auch wenn das Tanzen an diesem Abend eher schwierig
wurde. Besonders beeindruckt zeigten sich unsere Läufer von den
erfahrenen Athleten, die den Rennsteiglauf bereits Dutzende Male
absolviert hatten – Respekt!
Die
Turnhallennacht, die „Isomatte und Schlafsack“ bedeutete, sorgte zwar
für frühes Aufwachen, aber auch für eine besondere Verbundenheit.
Ein großer Dank geht auch an die anderen Sportfreunde im Hintergrund, die mit Ernährungsberatung und Trainingsbegleitung – sowohl anleitend als auch persönlich – maßgeblich zum Erfolg beigetragen haben.
Bericht von Sebastian K.







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